In der Privatpraxis für Psychotherapie, Beratung und Supervision arbeiten wir auf der Grundlage der kognitiven Verhaltenstherapie, dessen Wirksamkeit in vielen wissenschaftlichen Studien belegt wurde. Die Verhaltenstherapie entwickelt sich ständig weiter und inkooperiert neue Konzepte die wissenschaftlich belegt werden. So arbeiten wir im Rahmen der Verhaltenstherapie mit verschiedenen Verfahren um so ein individuell auf sie abgestimme Therapie zu entwickeln.

 

 

Kognitive Verhaltenstherapie

Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) stellt derzeit die am breitesten wissenschaftlich belegte Therapieform dar und kann daher als „Goldstandard“ der Therapie bezeichnet werden. Sie kombiniert die beiden Therapieformen der Kognitiven Therapie (KT)  und der Verhaltenstherapie (VT). Die KVT sieht einen engen Zusammenhang zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten. Um schmerzhafte Gefühle zu verändern und ein zufriedenstellendes Leben zu führen werden in der KVT vor allem zwei Wege beschritten:

-  Zunächst sollte man sich seine Gedanken, Einstellungen und Erwartungen vergegenwärtigen. Belastende und einschränkende Überzeugungen sollten aufgedeckt und behutsam verändert werden. Die Grundidee dahinter war bereits Teil der griechischen Lebensphilosophie: „Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben“ (Epiktet). Meist sind belastende Lebensphilosophien ein Resultat unserer Erfahrungen in der Kindheit. Oft wurden sie unhinterfragt von Eltern und anderen wichtigen Personen übernommen, behindern uns aber heute in der Befriedigung unserer Bedürfnisse.

-   Die Erkenntnis und Veränderung der Lebensphilosophie allein reicht aber oft nicht aus. Um Veränderungen im Leben tatsächlich tiefergreifend zu spüren, sollte man auch sein Verhalten ändern. Die Verhaltenstherapie möchte problematisches Verhalten mit einem Verhalten ersetzen, das Ihnen hilft ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Dabei wird im hier und jetzt aktiv z.B. mit Rollenspielen, Trainings und Verhaltensexperimenten an der Gestaltung eines befriedigenderen Lebens gearbeitet. Das kann heißen, dass wir an ihrer sozialen Kompetenz arbeiten, ihre Fähigkeit mit belastenden Emotionen umzugehen trainieren oder ihre Problemlösefähigkeit erhöhen. Alles frei nach dem Motto: Es gibt nichts Gutes außer man tut es!  

Dialektisch Behaviorale Therapie bei Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung

Bei der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) von Borderline-Persönlichkeitsstörungen (BPS) handelt es sich um eine Therapieform, die vor mehr als 10 Jahren von Marsha Linehan auf der Basis der Verhaltenstherapie entwickelt wurde. Linehan arbeitete schwerpunktmäßig mit suizidalen und selbstverletzenden Verhalten bei Patienten. Dabei steht das Erlernen der Regulation von starken Emotionen im Mittelpunkt. Ihr Manual umfasst Therapieelemente der kognitiv behavioralen Therapie, Sozialpsychologie, Neurobiologie und Aspekte der fernöstlichen Meditation und Spiritualität.

Die DBT wurde zunächst als ambulante Therapieform entwickelt und umfasst:

  • Einzeltherapie
  • Fertigkeitentraining in der Gruppe
  • Telefonkontakt im Notfall
  • regelmäßige Intervision der Therapeuten.

Dialektisch Behaviorale Therapie bei Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und komorbidem Substanzmissbrauch oder -abhängigkeit (DBT-S)

Borderline-Patienten haben häufig eine komorbide Substanzmissbrauchs- oder Abhängigkeitserkrankung. In der DBTS werden spezifischen Strategien und Techniken der DBT und der modernen Suchttherapie miteinander verknüpft um einen kompetenten Umgang mit der Suchterkrankung sowie der Borderline Symptomatik zu entwickeln.

 

Traumazentrierte Psychotherapie/Traumatherapie

Ein Psychotrauma ist eine seelische Wunde, die auf einzelne oder mehrere Ereignisse zurückgeht, bei denen im Zustand von extremer Angst und Hilflosigkeit die Verarbeitungsmöglichkeiten des Individuums überfordert waren. Solch ein traumatisierendes Ereignis führt bei einem Teil  der Betroffenen zu posttraumatischen Belastungsstörungen. Posttraumatische Belastungsstörungen sind ein lange bekanntes und gut beschriebenes Krankheitsbild.

Sowie die Entwicklung eines Traumas in verschiedenen Phasen verläuft, so hat sich auch in der Behandlung traumatisierter Patienten eine phasenorientierte Behandlung bewährt. Mehrere amerikanische und europäische Autoren haben phasenorientierte Behandlungsmodelle beschrieben und unter unterschiedlichen institutionellen Rahmenbedingungen erfolgreich praktiziert. Nach einer gründlichen Diagnostik und Exploration werden drei Phasen in der Traumatherapie unterschieden:

  1. Stabilisierung (Unterstützung des selbstständiges Erlernen von Übungen und Fertigkeiten)
  2. Traumabearbeitung (geschützte Reexposition)
  3. Reintegration und Wiederanknüpfung